Bei welchen Therapeut war Isaak?
Also falls ich jetzt Namen durcheinanderbringe, tut mir leid, ich meine den Sohn von Abraham, der geopfert werden sollte.
Ich habe die Bibel zwar gelesen, aber ich habe diese Information nicht gefunden. Vielleicht könnt ihr mir helfen.
Abraham hatte vor Isaak auf den Befehl Gottes/des Engels zu opfern. Kurz vor der Tat rettete der Engel Isaak mit der Begründung, es sei nur ein Test gewesen.
Das Minimum was mit Isaak passiert sein müsste, wäre ein post-traumatisches Stresssymptom gewesen sein, wenn nicht mehr.
Auch wahrscheinlich wären Bindungsängste oder ein gestörtes Vertauensverhältnis.
Gibt es Stellen in der Bibel, die von der therapeutischen Behandlung Isaaks handeln? Habe ich die versehentlich überlesen?
@Der Professor
Gute Antwort. Auf jeden Fall muss ein Trauma vorliegen. Auch wenn Gott ihm sozusagen einen Tipp gegeben hätte stellt allein die Bereitschaft des Vaters, den eigenen Sohn zu opfern doch einen Vertrauensbruch da.
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Filed under: Engel
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die religionen sind mit psychopathen immer ganz gut zurecht gekommen. der fakt, dass jemand seeelisch gestört ist macht ihn doch empfänglicher für indoktrination als eine in sich gefestigte persönlichkeit.
ich will sogar noch weiter gehen. ist nicht die ganze mehtode, wie der glauben vermittelt und aufrecht erhalten wird ein akt, der psychosen erzeugt? schliesslich werden menschen bedroht, mit furchtbaren qualen, mit verdammnis, wenn sie nicht den worten ihrer klerikalen führer glauben. das prinzip, angst zu erzeugen, ist ein ganz wesentliches in allen religionen.
die psychoanalyse hat sich damit beschäftigt und ist zu erschreckenden ergebnissen gekommen. aber das wäre vielleicht stoff für eine weitere frage.
cx
Isaak war kein kleines Kind mehr als diese Begebenheit passierte. Ich hab dazu folgendes gefunden:
Diese dramatische Begebenheit war nicht nur für Abraham eine Glaubens- und Gehorsamsprüfung, sondern auch für seinen Sohn Isaak. Nach der von Josephus aufgezeichneten jüdischen Tradition war Isaak damals 25 Jahre alt. Er war jedenfalls alt und stark genug, um eine ansehnliche Menge Holz den Berg hinaufzutragen. Hätte er sich also den Geboten Jehovas widersetzen wollen, so hätte er sich wehren können, als sein 125 Jahre alter Vater ihn binden wollte (Jüdische Altertümer, 1. Buch, Kap. 13, Abs. 2). Isaak war aber unterwürfig und unternahm nichts dagegen, daß sein Vater daranging, ihn gemäß Gottes Willen als Opfer darzubringen.
Bedenke bitte auch, dass Abraham von Gott die Verheißung empfangen hatte, dass aus seinem Samen ein Segen für alle Völker hervorgehen soll. Da sich diese Prophezeiung auf Abraham und Sarah bezog und die beiden NUR Isaak als Sohn hatten, musste es also irgendwie möglich sein, dass Isaak diese Prophezeiung erfüllte. Tot wäre das nicht möglich gewesen. Abraham und Isaak müssen also fest davon überzeugt gewesen sein, dass eine Auferstehung von den Toten möglich ist……………..
Ich könnte mir vorstellen, dass Isaak involviert war. Vielleicht hatte Gott ihm schon vorher einen Tipp gegeben. " Geh mal mit, brauchst dir keine Sorgen machen, ich will deinen Vater nur testen." Ansonsten hätte er sich doch nicht einfach so auf den Altar gelegt.
Wenn er nicht vorgewarnt wurde, wäre es ja unverantwortlich ihm gegenüber. Aber er hat ja auch dann als er selber Vater war, eher den Hang zu dem so genannten "schlechteren " Sohn, Esau. Weil der gut kochen konnte. Zum Schluss wird er noch von seiner eigenen Frau hintergangen, die durch eine Intrige dafür sorgt, dass der ältere Sohn Esau, nicht wie üblich den Segen des Vaters erhält. Alles in allem, ein ziemlich unbefriedigendes Leben, würde ich mal sagen.
Vielleicht war das alles auch die Folge einer kaputten Psyche. Und er hat wirklich ein Trauma erlitten, von dem er sich nie wieder richtig erholt hat, was sich dann wie eine regelrechte Pechsträhne durch sein ganzes Leben zog.
Aus heutiger Sicht, kann ich diese ganze Opferszene sowieso nicht nachvollziehen, und ich weiß nur, das ich niemals dazu bereit gewesen wäre.
leider bei keinem
Wie es Isaak bei dieser Prozedur ging und welche Schäden er wirklich davontrug, wird wohl Niemand präzise nachvollziehen können. Doch wenn man der Bibel glauben darf, war sein weiteres Leben nicht so berauschend.
Eigentlich ist es für mich auch ein Beweis dafür, dass Gottesglauben allein sicher nicht vor einem verkorksten Leben schützt.
Was bleibt dann schon weiter übrig, als an ein besseres Leben nach dem Tod zu glauben.
Natürlich stellt solch ein Verhalten eines Vaters einen Vertrauensbruch dar, egal wie alt das Kind ist und in welchen Zeiten das geschieht.
Dazu braucht man kein Psychologe zu sein, dazu gehört nur gesunder Menschenverstand, um das zu erkennen.
Für mich wäre das ein Grund, mich vollständig von so einem Vater zu distanzieren.
In der jüdischen Tradition wird das Ereignis nicht "Abrahams Versuchung" genannt, sondern "die Fesselung Isaaks". Das heißt, die verfolgten und als Opfer ausersehenen jüdischen Menschen identifizieren sich mit Isaak.
Die Geschichte beschreibt ja nicht etwa ein historisches Einzelereignis. Historisch waren Abraham, Isaak und Jakob Stammeshäupter (Patriarchen) verschiedener Nomandensippen, die sich in Kultamphiktyonien zusammengetan haben. Beim Einzug in das Land westlich des Jordan wurden dann ihre Überlieferungen zusammengelegt. Die Geschichte von Gen 22 spiegelt den Übergang vom Menschenopfer zum Tieropfer wieder, der sich tausendfach abgespielt hat. Insofern ist die "Fesselung Isaaks" tausendfach geschehen, ganz abgesehen von dem Los des jüdischen Volkes in späterer Zeit – bis heutzutage. Es ist kein individuelles Schicksal, wenn ein Mensch "Gott geopfert werden" soll.
Nachwort: Die "Daumen runter" führe ich auf die bornierte Ablehnung der historisch-kritischen Exegese durch einige User zurück.
das ist Unsinn.. erstens weil Abrahams Probe darin besteht, ob er bedingungslos in Gottes Willen eingeht, Den er mehr lieben soll als alles und auch sein Liebstes in der Welt und zweitens, weil Gott ihn am Ende nicht im Unklaren läßt, er also auch Isaak Rede und Antwort stehen kann über die Beweggründe, das steht sicher fest. Denn alle, die mit Abraham waren, waren auch in derselben Liebe zu Gott erzogen, Der sich ihnen dann auch mitteilen kann und zum Segen das rechte Verständnis dem Isaak ins Herze legen. Und das also zeigt sich an, weil Gott mit Isaak, der Ihm voll vertraut, später einen Bund schließen kann.
ich versteh nich wirklich was du meinst, aufjedenfall haben die auf dem schöpfer vertraut, das waren sehr aufrichtige leute, ihre taten werden wir nicht so leicht verstehen, wenn uberhaupt irgendwann mal
bei gott
@ehrhardgr
Menschenopfer waren in früheren Kulturen weit verbreitet. In der Schilderung eine Symbolik erkenen zu wollen, ist schon sehr "fortgeschritten". Alttestamentarische Exegese kann da kein Gegenteil beweisen. Nenn mir Literaturquellen, die das Menschenopfer verneinen und ich suche dir welche, die dafür sprechen!
Es ist einfach nicht akzeptabel, dass Dinge, die durchaus diskutierbar sind, einfach nur weggewischt werden mit dem Herausstellen von einigen Einzelansichten.